Schöner Nachmittag auch ohne „einen winzigen Schluck“

Die vom AWO-Ortsverein Wildau schon lange geplante Veranstaltung über das Leben des großen deutschen Schauspielers Heinz Rühmann (Teil 2) musste leider aus gesundheitlichen Gründen von Jochen Kaiser abgesagt werden. Schon beim 1. Teil war das Interesse riesig. Die Cafeteria des AWO Seniorenheimes Wildau war damals bis auf den letzten Platz gefüllt. Gut ein Jahr später freuten sich natürlich wieder viele Besucher Ende Februar auf den 2. Teil. Schon beim Betreten der Cafeteria waren einige die den 1.Teil gesehen haben leicht irritiert. Keine Leinwand, keine Technik und vor allem keine Becher im Flur mit dem „winzigen Schluck“ wie beim 1. Teil. Auch war Herr Kaiser gar nicht da. Dafür war eine Frau anwesend, die einige irgendwoher kannten. „Aber woher?“ fragten sie sich. Die Auflösung ließ nicht lange auf sich warten. Unsere stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende Ingrid Mertner hatte nun die undankbare Aufgabe die Nachricht zu überbringen, dass Herr Kaiser leider ganz kurzfristig absagen musste. „Oh wie schade, wir haben uns so darauf gefreut“. Die große Enttäuschung darüber legte sich bald. Herr Kaiser selbst hatte für „Ersatz“ gesorgt. Er bat eine gute Bekannte, ob sie nicht für ihn einspringen könne. Sie sagte, in Absprache mit Frau Mertner, spontan zu. Dafür an dieser Stelle schon mal ein Danke. Nun stellte Ingrid Mertner unseren heutigen Gast vor. Marion Thomasius, die wir mit ihrem Mann Wolfgang schon zweimal in Wildau begrüßen durften. Daher kam sie vielen schon irgendwie bekannt vor. Sie hatte nun die undankbare Aufgabe, die hochgeschraubten Erwartungen der Besucher zu erfüllen. Mit ihren erfrischend erzählten Geschichten hatte sie die Besucher bald auf ihrer Seite. Sie bedauerte auch sehr, dass ihr Mann leider keine Zeit hatte. Sonst hätte er die Pausen zwischen den Geschichten mit Musik überbrückt. Schließlich seien sie ja das Duo „Thomasius“. Aber auch ohne musikalische Pausen war es noch ein schöner Nachmittag. Die Palette ihrer Geschichten reichte von fantasievollen Fabeln für Erwachsene bis zu erfrischend erzählten Geschichten, wie sie das Leben eben schreibt. Alle ihre Geschichten entspringen ihrer eigenen „Feder„. Ihr Motto lautet immer: „Humor ist, wenn man trotzdem lacht.“ So gab es am Ende nicht nur Applaus sondern noch einen Blumenstrauß. Nun hatte man noch die Gelegenheit bei Kaffee und Kuchen ein wenig zu plauschen. Herr Kaiser hatte sich inzwischen telefonisch bei Frau Thomasius erkundigt, ob alles geklappt hat und versprochen, dass er den 2. Teil auf jeden Fall so schnell wie möglich präsentieren wolle. Da werden der Ortsverein und Herr Kaiser sicher bald einen neuen Termin vereinbaren. Die Lesung war eben nur „Ersatz„.

                                                                                                                     Text / Fotos Dieter Okroy AWO

 

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