Zauberhaftes Hoffest

Ende August fand wieder das vom Seniorenbeirat der Stadt Wildau, der AWO und der VS traditionelle Hoffest im AWO-Seniorentreff in der Karl-Marx-Straße statt. Schon vorweg kann man sagen dass es in allem eine Punktlandung war. Angefangen vom perfektem Wetter bis hin zum Ablauf. Pünktlich um 14 Uhr eröffnete die Vorsitzende des Seniorenbeirates Frau Schimrigk die Veranstaltung. Frau Ziervogel bedankte sich im Namen des Betreibers der Einrichtung, der AWO, bei dem guten Geist des Hauses Frau Markus und ihrer Helferin Elke für die unendlichen Stunden, die sie wieder im Vorfeld beim Backen zu gebracht haben. Dafür gab es nicht nur Applaus von den Besuchern, sondern auch einen Blumenstrauß für jeden. Für ihr Engagement zur Erhaltung dieser schönen Einrichtung bedankte sie sich auch bei der Fam. Mertner ebenfalls mit Blumen. „Vielleicht würden wir sonst nicht hier sitzen“, meinte sie. Der Applaus schien ihr Recht zu geben. Nun konnte das Fest endlich starten.

Während viele Helferinnen dann den Kaffee einschenkten, spielte sich der beliebte „Hausmusiker“ Herr Ludwig langsam ein. Der Kuchen kam erst etwas später, weil, wie befürchtet, noch einige nicht angemeldete Besucher dazu kamen. Sie kamen allerdings nicht auf zwei Beinen, sondern geflogen. Auch bei den Wespen musste sich das rumgesprochen haben. Aber es kam keine Hektik auf. Die Wespen wollten nur an den Kuchen und davon war reichlich da. Mindestens sieben Sorten. Wer sollte das alles essen. Einer leckerer als der andere. Nun hatte Herr Ludwig wieder Mühe, die Besucher zum Tanzen zu bewegen. Aber dank seiner tollen Musik, die er Live sang, und seiner flotten Sprüche war die Tanzfläche im Nu voll.

Eine willkommene Pause kam, als die Überraschung der Veranstaltung angekündigt wurde. Ben David, ein junger sympathischer Magier aus Berlin. Mit seiner lockeren Art bezauberte er die Besucher von Anfang und zog sie in seinen Bann. Ein Künstler zum Anfassen, wie man so sagt. Er bezog bei seinen Zaubereien natürlich auch die Besucher mit ein. Die waren nicht nur einmal verblüfft. Ob Kartenspiel, Würfel, Bälle oder Seil. Auch zeigte er manchen Trick, anders als bei den meisten seiner Zunft, zweimal. So verging die nächste knappe Stunde viel zu schnell. Ben David dachte es auch und zeigte noch einen verblüffenden Kartentrick als Zugabe. Spätestens jetzt verstand man auch die lobenden Äußerungen von Prominenten wie Starkoch Steffen Henssler, Boxlegende Axel Schulz, Komiker Oliver Pocher oder Moderatorin Verona Pooht über Ben David.

Zwischenzeitlich wechselten die Getränke von Kaffee auf Bowle, Bier oder auch Wasser. Jetzt wurden auch Musikwünsche an Herrn Ludwig vorgetragen. Zum Beispiel die Anne Marie Polka. Auch das war für ihn kein Problem. Aber dass da keine Männer mitmachten, daran muss noch gearbeitet werden meinte er. In der Zwischenzeit begann auch die Wildauer Service Gesellschaft mit dem Grillen der Bratwürste. Das ging sehr zügig und schon waren alle auf den Punkt genau fertig. Schnell wurden die Portionen von den fleißigen Helferinnen an den Tischen serviert. Abgezählt waren die nicht, so konnte, wer wollte, noch eine oder auch zwei nachordern. Viele waren vom Geschmack der Würste begeistert. Da brauchte man nicht unbedingt Senf oder Ketschup. Nach einer kurzen Verdauungspause konnte Herr Ludwig wieder, dank seiner gut ausgewählten Musik, viele auf die Tanzfläche holen. Da war von Oldies bis Hits der letzten Jahre alles dabei.

Beinahe hätte ich ja noch unseren kleinsten Künstler vergessen. Kurz nach Eröffnung überraschte eine Gruppe der Kita am Markt die Besucher mit einem kleinen Programm. Auf Zugabe Rufe waren sie natürlich vorbereitet und sangen noch eine lustiges Lied. Dafür gab es nicht nur den verdienten Applaus sondern auch noch ein besonderes Verspechen. Frau Markus wird für sie und den beiden Erzieherinnen extra eine Torte backen. „Mit vielen bunten Smarties darauf“, riefen die Kinder. Ich bin mir sicher, dass dieses Versprechen auch schnell umgesetzt wird.

Danke nochmal an dieser Stelle den Kindern und Erziehern. Wie immer wollten die Besucher auch noch weit nach 19 Uhr kein Ende finden und nach Hause gehen. Und von Herrn Ludwig hörte man bestimmt zum 10. Mal „Wollt ihr noch einen?“ Und auch die Frage, ob der alte Holzmichel noch lebt, wurde mit einem lauten „Ja er lebt noch“, positiv beantwortet. So endete nach fast sechs Stunden ein wieder gelungenes Hoffest. Ein Dank an alle, die dazu beigetragen haben.

                                     

Text / Fotos   Dieter Okroy AWO

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