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Meldungen des Kreisverbands

Sozialkonferenz zu Frauen- und Gleichstellungspolitik

Berlin/Hamburg, 21. September 2015. „Wir müssen neue Bündnisse zwischen den Generationen und Geschlechtern schließen, um wirkliche Geschlechtergerechtigkeit zu erreichen. Mit der diesjährigen Sozialkonferenz haben wir dafür einen wichtigen Schritt getan“, fasst der Präsident der AWO Wilhelm Schmidt die Ergebnisse der 6. Sozialkonferenz zusammen, die am 19. September in Hamburg stattfand. Der Erste Bürgermeister Hamburgs, Olaf Scholz wies in seinem Grußwort auf die gesamtgesellschaftliche Bedeutung von Frauen- und Gleichstellungspolitik hin und forderte vor allem Männer auf, sich als Verbündete zu begreifen und beispielsweise neue Vorstellungen von Partnerschaftlichkeit aktiv voranzutreiben.

In einer sehr konstruktiven Atmosphäre diskutierten die rund 270 Delegierten über Themen wie Lohngerechtigkeit, körperliche und zeitliche Selbstbestimmung. Einig waren sich alle Teilnehmenden darin, dass neben einer vernünftigen Arbeits- und Sozialpolitik für Frauen und Männer alte Rollenmuster dringend abgebaut werden müssen, um eine moderne Gleichstellung durchzusetzen. Die Ergebnisse der Konferenz fließen nun in die so genannte Hamburger Erklärung mit ein, die neben einer historischen Bestandsaufnahme über die Wirkung der AWO auf die Frauen- und Gleichstellungspolitik insgesamt, aktuelle politische Forderungen enthalten wird. Die Hamburger Erklärung wird die Grundlage für das zukünftige Engagement der Arbeiterwohlfahrt in Sachen Frauen- und Gleichstellungspolitik bilden.

„Es ist uns hervorragend gelungen, mit der Konferenz eine Brücke zwischen den frauenpolitischen Wurzeln der AWO und der Gegenwart zu schlagen. Alle Menschen sollen das Recht haben, an allen gesellschaftlichen Bereichen gleichberechtigt teilzunehmen. Wir werden uns verstärkt für die Bereiche Entgeltgleichheit und gerechtere Verteilung von unbezahlter und bezahlter Arbeit einsetzen“, schließt Christiane Reckmann, Mitglied des Präsidiums der Arbeiterwohlfahrt ab.

Mit freundlichen Grüßen

i. A. Mona Finder

https://youtu.be/r1pjzmxl1Ps

Hoffest mit Überraschungen

AWO gibt „Einstand“

Kürzlich fand im Wildauer Seniorentreff das traditionelle Hoffest statt. Der Wettergott meinte es anfangs auch noch gut. So konnte die Vorsitzende des Seniorenbeirates der Stadt Wildau Frau Schimrigk die vielen Gäste auch recht herzlich im Hof begrüßen. Sie bedankte sich bei der Stadt und dem neuen Träger der Einrichtung-der AWO für die Unterstützung. Als Vertreter der AWO begrüßte sie unseren Kreisvorsitzenden Jürgen Mertner. Sie verkündete in seinem Namen, dass heute zum „Einstand“ alle Getränke und Speisen kostenlos sind. Diese Überraschung nahmen alle freudig und dankend zur Kenntnis. Die neue Leiterin der Einrichtung Frau Hoffmann und ihr bewährtes Team schritten sogleich zur Tat und servierten Kaffee und Kuchen. Nach der Stärkung formierte sich der Singekreis Wildau unter Leitung von Edda Nopper. Sie nahmen bei ihren Liedern das Publikum mit. Viele Lieder waren bekannt und so wurde auch kräftig mitgesungen. Dafür gab es viel Applaus und so manche Zugabe. Anschließend spielte Herr Ludwig aus Wildau mit seinem Keyboard zum Tanz auf. Es gab auch Mutige, die ein Tänzchen wagten. Zwischendurch wurden Erfrischungsgetränke gereicht und für alle Freilose für die Überraschungstombola verteilt. Das Motto des Tages lautete: “Jedes Los gewinnt“. Man war gespannt. Endlich erklang die Glocke, um die ersten Gewinner bekannt zu geben. Jetzt stellte sich heraus, dass es eine lustige Tombola war. So gab es zum Beispiel eine Flurgarderobe (ein Kleiderbügel), einen Weinabend für 2 Personen (Zwiebeln mit Taschentüchern) oder auch den orientalischen Männerduft (eine Knoblauchzehe). Inzwischen fingen 2 Mitarbeiter der Wildauer Service Gesellschaft (WSG) schon mit dem Grillen an. Die Gäste fragten sich besorgt, ob sie noch weiter im Freien feiern konnten, denn es kündigte sich eine Überraschung von oben an. Dunkle Wolken zogen auf und ein kräftiges Lüftchen fegte durch den Hof. Die ersten Regentropfen fielen. Jetzt musste alles sehr schnell gehen. Alle packten mit an. So wurde diese Situation hervorragend gemeistert. Platz hatte schnell jeder im Clubraum gefunden und so wurde hier weiter im Trockenen gefeiert. Die leckeren Würste wurden nun reichlich drinnen verspeist und die restlichen Tombolapreise verteilt. Alle waren gespannt auf den Höhepunkt. Schließlich war der Hauptgewinn noch nicht vergeben. Nach dem Kofferset (2 Tüten) oder einen Wäschetrockner (eine Wäscheklammer) war es so weit. Der Hauptgewinn wurde verkündet. Ein „Kleinwagen“ ging an Helga Dörfel. Herzlichen Glückwunsch! Leider konnte sie bei den strömenden Regen nicht in ihm nach Hause fahren, denn der Kleinwagen war nur 10 cm groß. Trotzdem hatten alle bis zum Schluss ihren Spaß. Frau Hoffmann und ihrem Team ein großes Dankeschön! Ein gelungenes Fest!

                                                                                                                   Text / Foto Dieter Okroy

                                                                                                                     AWO-OV-Wildau

 

                                                                                            

Neues Keyboard für „Wildauer AWO Liedertafel“

Es ist noch nicht lange her, da präsentierte die Wildauer Liedertafel stolz ihr bei Ebay ersteigertes Keyboard bei Köpfchen TV. So macht das Singen bei angenehmer Begleitung erst richtig Spaß. Leider währte die Freude nicht lange, da sich einige Tasten lösten. Als unser Vorstandsmitglied und Leiter der Liedertafel Fred Arbter dieses bei unserer letzten Vorstandssitzung berichtete, wurde nicht lange überlegt. Alle waren sich einig, hier musste ein neues her. Einstimmig beschloss der Vorstand des Ortsvereines, für die Liedertafel ein neues Keyboard zu kaufen. Wer die Liedertafel schon einmal bei ihrem gemeinsamen Zusammensein bei Spaß und Gesang erlebt hat, wusste, dass hier das Musikinstrument in besseren Händen nicht sein kann. Am 10.9. war es so weit. Unsere stellvertretende Vorsitzende Ingrid Mertner übergab das neue Keyboard an die Liedertafel. Die Freude war groß und ihre „Spielerin“ Hannelore konnte es auch kaum erwarten, dem neuen Keyboard die ersten Töne zu entlocken. Gemeinsam mit ihr hatte sich die gesamte Liedertafel eingefunden, um als Dankeschön ein paar Lieder aus ihrem schier unerschöpflichen Repertoire zu singen. Auch dabei war ihnen die Freude am Gesang und Unterhaltung anzusehen. Anschließend gab es noch Kaffee und Kuchen.

Wir wünschen der sangesfreudigen Liedertafel noch viel Freude und Spaß mit ihrem neuen Keyboard. Wer jetzt übrigens Interesse hat, sollte einfach mal vorbeischauen. Immer dienstags von 9.30 – 11.30 Uhr in der Fichte 105.

                                                                                                                           Text / Fotos Dieter Okroy

                                                                                                                            AWO-OV-Wildau     

  

                     

Presse-Information

AWO Flüchtlingskonferenz „Ankommen in Deutschland – Solidarität ist unsere Stärke!“

Berlin, 03. September 2015.

„Die wachsende Zahl von Flüchtlingen stellt Deutschland vor eine große Herausforderung.

Die Arbeiterwohlfahrt stellt sich der

daraus wachsenden Verantwortung bundesweit mit ihren haupt- und ehrenamtlich

Tätigen vor Ort und in ihren Einrichtungen und Diensten“, erklärt der Präsident der

AWO Wilhelm Schmidt anlässlich der Eröffnung der Flüchtlingskonferenz der Arbeiterwohlfahrt.

Die Veranstaltung „Ankommen in Deutschland –Solidarität ist

unsere Stärke!“, findet heute in Berlin mit rund einhundert Teilnehmenden statt.

„Das Handeln der AWO basiert darauf, anzuerkennen, dass jeder Mensch und damit

auch jeder Flüchtling aktiv handeln und seine Kompetenzen und Fähigkeiten in den

Alltag einbringen kann und möchte“, erklärt der AWO Präsident.

Jeder schutzsuchende Mensch verdient eine anständige, nicht ausgrenzende

Behandlung und ein allen rechtsstaatlichen Ansprüchen genügendes Asylverfahren.

Dies bezieht sich auch auf angeblich sichere Herkunftsstaaten. Auch dort sind

Menschen deutlicher Diskriminierung und rassistischer Gewalt ausgesetzt. Die

Menschen, die es bis nach Deutschland geschafft haben, brauchen eine Situation,

die ihnen das Recht auf eine individuelle Entwicklung zugesteht. Diese erfordert

Flüchtlinge in ihrer Selbstverantwortung zu stärken und sie nicht zu entmündigen. Die

deutsche Gesellschaft verfügt über ausreichend Kapazitäten und Ressourcen, um

den Schutzsuchenden eine menschenwürdige Bedingung zu gewährleisten.

Die Verpflichtung zum menschenwürdigen Umgang mit Flüchtlingen ist der AWO vor

dem Hintergrund ihrer Werte und der eigenen geschichtlichen Erfahrungen ein

besonderes Anliegen. Die Hilfe für Menschen in Not und die Solidarität mit Menschen

im Kampf um das ihnen zustehende Recht gehören zum Grundverständnis des

Verbandes. Dabei ist es der AWO wichtig, die Geflüchteten in den

Unterstützungsprozess einzubeziehen. „Die große Zahl der Schutzsuchenden

erfordert ein entschlossenes Handeln und den gemeinschaftlichen Einsatz aller

Kräfte und Ressourcen von Bund, Ländern, Kommunen, Verbänden,

Gewerkschaften und Unternehmen in dieser Gesellschaft“

, ist der AWO Präsident überzeugt. Die heutige Flüchtlingskonferenz stellt somit den Auftakt zu einem

entschlossenen Arbeitsprozess der AWO als einem Teil der Zivilgesellschaft dar. Pressekontakt:

AWO Bundesverband e.V. Mona Finder

Blücherstraße 62-63, 10961 Berlin

Telefon: + 49 (0)30 26 309 222;

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Weinverkostung in Wildau

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Das waren die leckeren Weine und es gab viel Beifall für den guten Vortrag der Familie Weinbach aus Westhofen .

Es wurde auch bestellt ,da die Preise für Bio Weine sehr gut sind.

Jürgen Mertner

OV Wildau

12.08.2015    

Reform der Pflegeversicherung

Die Politik schlägt den richtigen Weg ein, doch einige Punkte bleiben unausgereift

Vor 20 Jahren wurde die Pflegeversicherung eingeführt und seitdem hat sich trotz einiger Veränderungen ein massiver Reformbedarf aufgestaut. Es braucht: eine Gleichberechtigung von Menschen mit Pflegebedarf aufgrund körperlicher und geistiger Einschränkungen, eine Anpassung der Leistungen bezüglich des Realkaufkraftverlusts sowie eine nachhaltige Finanzierung der Pflegeversicherung. 

„Umso entscheidender ist es nun, zügig Reformen der Pflegeversicherung auf den Weg zu bringen. Klar ist: Die Politik schlägt den richtigen Weg ein, doch einige Punkte bleiben unausgereift“, erklärt AWO Vorstandsmitglied Brigitte Döcker. Hintergrund ist die heutige Beratung über die Reform der Pflegeversicherung im Bundeskabinett.

Die Arbeiterwohlfahrt begrüßt die geplante Neudefinition des Pflegebedürftigkeitsbegriffs, die tatsächlich Menschen mit körperlicher und geistiger Einschränkung gleich berechtigt. Damit wird ein wichtiger Schritt gegangen. Kritisch ist nach wie vor die mangelnde Beachtung des realen Kaufkraftverlusts in den letzten Jahren. Notwendig wäre es, einen Mechanismus zu etablieren, der kontinuierlich eine Leistungsanpassung vornimmt. Die geeignete Basis für eine Berechnung wäre die Inflations- und Lohnentwicklung. 

„Nur so ist sicherzustellen, dass es zukünftig zu keinen weiteren Kaufkraftverlusten kommt“, hebt das Vorstandsmitglied hervor. Ein Kern- und Angelpunkt für die Zukunft ist es, die Pflegeversicherung demografiefest umzubauen. Es braucht eine nachhaltige Finanzierung, die durch den eingeführten „Pflegevorsorgefonds“ nicht erfüllt wird.

„Wir wollen eine Pflegeversicherung, die langfristig auf ein solides Finanzpolster zurückgreifen kann. Deshalb braucht es eine solidarische und paritätische Finanzierung der Pflege, die aus jeder Einkommensart gespeist wird und damit auf eine ausreichende Finanzierungsbasis gestellt wird“, unterstreicht Döcker. „Nur wenn uns das auf lange Sicht gelingt, können wir auch die zukünftigen Herausforderungen in der Pflege meistern.“

„Das war Spitze!“

Kürzlich fand das diesjährige Sommerfest der AWO OV Königs Wusterhausen im AWO Seniorenheim KW statt. Die Organisation der Veranstaltung war für die Clubleiterin Sylvia Schuder und ihr ehrenamtliches Helferteam wieder eine große Herausforderung. Die Anmeldungen zum Sommerfest waren so zahlreich, dass es Probleme gab, alle unterzubringen. Schon den ganzen Vormittag wirkten Sylvia Schuder und ihre Mitstreiter, um die langen Tafeln festlich einzudecken und mit selbstgefertigter Tischdeko liebevoll zu schmücken. Alles wurde aber pünktlich fertig. Ortsvereinsvorsitzende Bärbel Lehmann begrüßte alle auf das herzlichste. Persönlich konnte sie Christoph Eigenwillig, Vorsitzender der AWO Regionalverband Brandenburg Süd e.V., mit Gattin begrüßen. Ebenfalls seinen Stellvertreter und AWO-Kreisvorsitzenden Jürgen Mertner mit Gattin. Für beide ist es immer ein Bedürfnis an Veranstaltungen der Basis teilzunehmen. Landrat Stephan Loge zählte ebenso zu den Ehrengästen wie der Bürgermeister der Stadt Dr. Lutz Franzke und Frau Prof. Dr. Renate Grupe, Vorsitzende des Seniorenbeirates der Stadt KW. Bärbel Lehmann ließ in ihrer Rede das Jahr Revue passieren und bedankte sich vor allem bei Sylvia Schuder für die geleistete Arbeit mit einem Blumenstrauß. Frau Schuder erklärte dann den Programmablauf und bedankte sich bei den vielen fleißigen Helfern, ohne die das alles nicht möglich wäre. Ein Dank ging auch an die Heimleitung und die Wildauer Service Gesellschaft (WSG).Auch bedankte sie sich bei Bärbel Lehmann für die Unterstützung durch den Ortsverein ebenfalls mit Blumen.

Jetzt konnte man erleben, wie wichtig die fleißigen Helfer waren. Im Nu hatten alle Kaffee und ein Stück leckerer Torte vor sich. Nach dem Kaffeetrinken wurde aber gleich Bewegung „verordnet“.

Der DJ Mr. Young stellte sich vor. Mr. Young also der Dietmar brachte dieses Mal seine Partnerin Doreen mit. Sie trafen auch gleich mit ihren Liedern den Geschmack des Publikums. So war vom ersten Lied an die Tanzfläche voll. Draußen fuhr inzwischen ein Auto vor mit der Aufschrift Cornelia Fritsche „Rattenscharf“. Vielleicht regte das bei einigen die Phantasie an. Aber das ist so wie bei Verträgen. Man sollte immer das „Kleingedruckte“ lesen. Da stand dann auch noch klein drüber „Figurentheater“. Viele erinnerten sich jetzt wieder, sie im vergangenen Jahr schon gesehen zu haben. So präsentierte Cornelia Fritsche wieder ihre „Ursula von Rätin“. Sie war wieder grandios, schlagfertig, frech, kühn, verletzlich, zänkisch, zickig, verliebt und traurig. Einfach kurz gesagt menschlich. Aber wer die AWO-Senioren kennt, der weiß, dass der Kulturteil nur eine schöne Nebensache ist. Sie wollen einfach nur tanzen und Spaß haben. Den hatten sie nach kurzen Grußworten unseres Landrates genug. Jetzt heizten Dietmar und Doreen die Stimmung richtig an. Ein Ohrwurm folgte dem anderen. Dazu sangen beide im Wechsel. Pausen waren hier Fehlanzeige. Sie wurden von Sylvias KWer Line Dancer überbrückt. Von einfach zum Mitmachen bis hin zum hohen Schwierigkeitsgrad präsentierte sie ihre Formationen. Der Imbiss zum Abend musste noch etwas warten. Denn ein absolutes „Muss“ war natürlich wieder die berühmte Annemarie Polka. Auch hier wird der Kreis der Paare immer größer. Man könnte ja, wenn es noch mehr werden, draußen ums Rondell laufen, sagte jemand. Selbst unser Regionalvorstandsvorsitzender ließ sich nicht lange bitten. Danach waren sie wieder in Action die fleißigen…, sie wissen schon. Es gab einen kleinen Imbiss. Das war auch die einzige Zeit, wo wirklich niemand auf der Tanzfläche war. Es war noch nicht ganz abgeräumt, da ging es weiter. Alle, gut trainiert, hielten die meisten bis zum Schluss durch. Ein tolles Sommerfest ging gegen 20 Uhr zu Ende. Ein großes Dankeschön an alle, die zum Gelingen des Festes beigetragen haben!

Im nächsten Jahr ist Jubiläum. 20 Jahre AWO-Seniorenclub KW. Auf das Fest kann man gespannt sein!

                                                                                                                          Text / Foto Dieter Okroy AWO       

       

Aktionswoche der SPD-Fraktion:

Dialog Kita-Qualität vom 14. bis 18. September 2015

Liebe Genossinnen und Genossen,
in der vergangenen Legislaturperiode ist es gemeinsam gelungen, uns beim Thema Kitaausbau - auch in Abgrenzung zum Betreuungsgeld - zu profilieren. Hier schreiben uns die Bürgerinnen und Bürger hohe Kompetenzwerte zu.

21.07.2015    

Betreuungsgeld: Urteil des Bundesverfassungsgerichts unterstreicht die Haltung der AWO

AWO fordert frei werdenden Bundesmittel in die Verbesserung der Kita-Qualität zu investieren.

 „Die Zeit ideologischer Auseinandersetzungen ist nach dem heutigen Urteil des Bundesverfassungsgerichts vorbei. Jetzt gilt es, zum Wohle der jüngsten Mitglieder unserer Gesellschaft Politik zu machen, die soziale Gerechtigkeit herstellt und allen gleiche Chancen bietet“, erklärt der AWO Vorstandsvorsitzende Wolfgang Stadler. Hintergrund ist das soeben gefällte Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Betreuungsgeld.

„Die Richter haben folgerichtig verdeutlicht, dass der Bund für den Bereich der öffentlichen Fürsorge nur dann zuständig ist, wenn die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse nicht anders herzustellen ist. Hierzu leistet das Betreuungsgeld aber keinen Beitrag“, so Stadler. Jetzt ist es dringend geboten, die frei werdenden Bundesmittel in die Verbesserung der Kita-Qualität zu investieren. Kitas und Kindertagespflege leisten mit ihren Angeboten einen zentralen Beitrag zur Herstellung von Chancengerechtigkeit. Sie wirken sozial integrativ, vermitteln Sprachbildung, Bewegungsförderung und schaffen vielfältige Bildungsanreize. „Als AWO fordern wir seit langem, hier den Hebel anzusetzen“, unterstreicht der Vorstandsvorsitzende.

Das Potenzial frühkindlicher Betreuungsangebote kann sich jedoch nur entfalten, wenn auch die strukturellen Voraussetzungen hierfür geschaffen werden. Es braucht mehr Erzieherinnen und Erzieher, Fachberatung, Vor- und Nachbereitungszeit und Fort- und Weiterbildungsangebote. „Das heutige Urteil hat die Grundlage geschaffen, für diese Eckpunkte bundeseinheitliche Regeln zu schaffen. Die Bundesregierung ist gut beraten, diese Chance auch zu nutzen“, schließt Stadler ab.

16.07.2015    

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge – Kindeswohl sicherstellen

AWO kritisiert Gesetzentwurf: Es fehlen länderübergreifende Standards zur Betreuung Kinder und Jugendlicher

„Jetzt müssen schleunigst von den Ländern neue Kompetenzzentren geschaffen, bzw. die Kommunen unterstützt werden, eine entsprechende Infrastruktur aufzubauen, um unbegleitete minderjährige Flüchtlinge gut betreuen zu können“, erklärt der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler nach der Verabschiedung des Regierungsentwurfes zur Verteilung minderjährig unbegleiteter Flüchtlinge. Stadler kritisiert aber, dass keine konkreten und verbindlicheren Qualitätskriterien für Jugendämter in das Gesetz aufgenommen wurden: „Es müssen länderübergreifende Standards vereinbart werden, die Jugendämter erfüllen müssen, bevor sie Kinder und Jugendliche betreuen dürfen. Diese haben sich ausschließlich am  Kindeswohl zu orientieren.“ Konkret bedeutet das, dass eine angemessene medizinische, psychologische und pädagogische Versorgung sichergestellt, entsprechende Unterbringungsplätze und qualifiziertes Personal vorhanden sowie eine rechtliche Vertretung und eine Sprachvermittlung durch Dolmetscher gewährleistet sein müssen.   

Einige wenige Kommunen sind derzeit vollkommen überfordert mit dem Zustrom minderjähriger Flüchtlinge, viele andere haben keine entsprechenden Einrichtungen, Dienste und nicht die notwendigen Kompetenzen, um die häufig traumatisierten Kinder und Jugendlichen angemessen unterbringen und versorgen zu können. Hier besteht großer Handlungsbedarf. Bezüglich des Gesetzentwurfes begrüßt es die AWO, dass in dem nun verabschiedeten Entwurf einige Konkretisierungen und Nachbesserungen vorgenommen wurden, wie die Verkürzung von Fristen und die stärkere Berücksichtigung von familiären Kontakten bei der Verteilung sowie das Verbot, Geschwisterkinder zu trennen. „Ob das Gesetz mehr ist als eine quantitative Lastverteilung und tatsächlich dazu beiträgt, die geflüchteten Kinder und Jugendlichen adäquat zu versorgen und zu betreuen, ist jetzt abhängig von einem raschen und am Kindeswohl orientierten Aufbau entsprechender Infrastrukturen“, stellt der AWO Bundesvorsitzende abschließend fest.

5. Zwergenfest war ein großer Erfolg!

Trotz vieler anderer Veranstaltungen am 11.7.15 rund um Kemlitz, machten sich wieder hunderte auf den Weg zum AWO-Reha-Gut. Das traditionelle Zwergenfest feierte sein fünfjähriges Jubiläum. Schon zeitig war der große Parkplatz voll. So wurde rechts und links der Zufahrtsstraße geparkt. Auch diesmal hatte sich der Veranstalter „Netzwerk für gesunde Kinder“ viel Mühe gegeben. Bei angenehmen Temperaturen erwarteten die zahlreichen Besucher viele Überraschungen. Clown „Faxilus“ begeisterte die Kinder genauso wie bekannte Angebote der letzten Jahre. So gab es einen Bobbycar-Parcour, Karussell, Kutschfahrten, Kinderreiten und verschieden große Hüpfburgen. Viele Kinder nutzten auch die Gelegenheit ihre Puppen und Plüschtiere beim Puppendoktor untersuchen zulassen. Verordnete Rezepte konnten gleich in der Teddyapotheke eingelöst werden. Ein weiterer Höhepunkt des Tages war natürlich wieder der Auftritt des Sandmannes. Kaum wurde er entdeckt, war er schon von zahlreichen Kindern umringt. So mussten sich die Kinder, die das Programm auf der Bühne der Retzi-Show verfolgten lange gedulden. Aber nach einer Stunde war es so weit. Mit großem Anhang kämpfte sich der Sandmann zur Bühne durch. Da wurde er mit einen Riesenapplaus empfangen. Als Dankeschön gab er fast jedem Kind die Hand und stellte sich auf der Bühne zum Gruppenfoto. So nahmen viele Eltern wieder schöne Erinnerungen mit ihren Kindern mit nach Hause. Das AWO-Reha-Gut zeigte sich wieder einmal als guter Gastgeber. So war für die Versorgung bestens gesorgt, und keiner brauchte zu hungern. Dieses Fest ist eine feste Größe in der Region geworden. Und alle freuen sich schon auf das sechste im nächsten Jahr. Dem Veranstalter und allen, die zum Gelingen des Festes beigetragen haben, ein großes Dankeschön !

                                                                                                                     Text / Foto : Dieter Okroy - AWO

 

 

 

 

 

 

 

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